YouTube Pay-per-View deal: Enforcing the billing relationship

Just finished reading an arictlce on Venturebeat about YouTube’s plans to start selling pay-per-view videos. The obvious benefit is that finally Google can start catching up to Apple’s iTunes and its revenue-generating media sales business.

As I have said before here and here I personally think it that the recent moves are part of a larger strategy: Getting the end customer billing relationship. Once you have this relationship set up you can sell anything (be it movies, games, flights, voice minutes or just the plain old Google Adwords) to the customer – with just 1 click away. Now, that’s what counts.

Telcos are probably eyeing Google’s recent moves closely. Once Google has a billing relationship in place their bargaining power will be greatly diminished. Suddenly their only asset is the network; not the network and the end customer relationship. But you can buy into any network as many successfull MVNOs have shown in the past. Let me make room for some wild speculation: Could we see the return of the Google phone? I’d say yes but in a different way. Google could partner up with mobile handset companies such as HTC, Motorola or Samsung, offering a cell phone at a huge discount to the end customer. Why? Preinstalled Android, Google seach and a media (movies, music, games) platform linked to Google’s own store. And maybe even including Google Voice and buying minutes for your phone? They’ll get their money back in no time. And while they pocket the customer’s money they’ll even learn about the customer’s habits and preferences. Smart move.

Logo: Copyright YouTube/Google.

Worum es bei Google Voice wirklich geht

Nach dem Start von Gmail Voice und schon über einer Millionen Anrufe in den ersten 24 Stunden kann man wohl von einer erfolgreichen Markteinführung sprechen. Klar ist das ein direkter Angriff auf Skype und den geplanten Börsengang (und schwupp-di-wupp waren wohl 20% Marktkapitalisierung weg, die es aber zum Glück noch nicht gab). Und klar ist es ein zusätzlicher Service, der die Nutzer an Gmail und Google bindet. Alles richtig, ABER:

Aus meiner Sicht geht es hier vor allem um den Aufbau einer Billing Relationship mit dem Endkunden. Jeder Nutzer akzeptiert, dass er für Gespräche ins Festnetz oder Mobilnetz Geld zahlen muss, das ist dank Skype und anderen gelerntes Verhalten. Wer Gmail Voice jetzt in vollem Umfang nutzen möchte, wird seine Kontoverbindung/Kreditkarte o.ä. für die Rechnung offenlegen. Damit zieht Google als einer der wenigen großen Internetplayer endlich nach, neben dem Cash-Cow AdWords-Geschäft ein starkes zweites Standbein aufzubauen. Google Checkout war der erste (nicht so erfolgreiche) Schritt, demnächst kommen auch Google Spiele (wahrscheinlich mit kostenpflichtigen InGame-Sales) usw. Apple hat es nicht zuletzt durch die für den Nutzer einfache Möglichkeit, Medien in 1 Schritt (Passworteingabe) über iTunes zu kaufen, zu einem dominanten Player in diesem Bereich gebracht. Genau das wird Google auch tun. Apple, zieh Dich warm an!

Und ganz nebenbei könnte Google es auch schaffen, über den Gmail mobile Client kostenlose Mobilfunkgespräche anzubieten. Plötzlich ist Skype für Google nicht mehr ganz so attraktiv, wie ich vor ein paar Tagen gedacht hatte. Hut ab, Google!

Logo: Copyright Google.

Die beste PR Kampagne 2010: Google Street View

Momentan beherrscht die ganze Hysterie um Google Street View die deutschen Nachrichten. Man könnte sagen, dass die Marke Google dabei Schaden nimmt. Abgesehen davon, dass sich keiner beschwert, wenn:
– der eigene Name, Telefonnummer und Adresse automatisch im Internet veröffentlicht wird (hallo, Telcos und Telefonbuch-Verlage!)
– die neue Anschrift an Adress-Händler verhökert wird (hallo, Deutsche Post und Weitersendeauftrag)
– die Ummeldung einsehbar ist (hallo, GEZ)
– bei fast jedem Gewinnspiel die Adresse kommerziell ausgebeutet wird (hallo, Planet49!)
ist alles beim alten. Zwar kann man diesen Veröffentlichungen widersprechen (durch ein entsprechendes Kreuzchen), aber das ist ja etwas ganz anderes als bei Google zu widersprechen. Auch die Videoaufzeichnung der eigenen Person (z.B. im Personennahverkehr, im Geschäft, auf öffentlichen Plätzen, am Geldautomaten, an der Tankstelle) dient ja der Sicherheit, deshalb ist das auch etwas anderes. Rational betrachtet hat man sein persönliches Profil noch längst nicht der Öffentlichkeit preisgegeben – denn es fehlt neben Adresse, Telefonnummer, Vorlieben etc. noch das eigene Haus (außer man wohnt in Schleswig-Holstein). Der Deutsche an sich (Achtung: Verallgemeinerungalarm) pflegt ja auch nicht seinen Vorgarten oder seine Fassade, um dies stolz seinen Nachbarn oder Passanten zu präsentieren, sondern macht das nur für sich selbst. Am liebsten würde er natürlich sein Haus, seine Wohnung und seinen Garten mit schwarzem Tuch verhüllen, damit ja keiner etwas wegguckt. Christo, wir brauchen Dich für die Verhüllung der Republik! Auch Magazine wie Schöner Wohnen sind ja eigentlich Skandalblättchen, die unverhüllt das Eigentum anderer zeigen. Sozusagen das Pornoheftchen für die Fremder-Leute-Eigentum-Spanner. Gehört verboten, genauso wie Postkartenmotive mit Häusern drauf. Aber wenn man mal über die ganze Hysterie hinwegschaut wird doch eines klar:

Google hat es geschafft (ob gewollt oder nicht), innerhalb kürzester Zeit in aller Leute Munde zu sein. Die Bekanntheit von Street View dürfte in keinem anderen Land so hoch sein wie in Deutschland. Selbst der Rentner aus Düsseldorf weiss, dass man bei Google Street View bald sein Haus sehen kann. Jeder Politiker, der etwas auf sich hält, hat eine (meist populistisch ignorant negative) Meinung über Street View. Alle großen Nachrichtenblätter, Portale und selbst der heilige Gral der deutschen News-Szene – die Tagesschau – berichten darüber. Wow, so ein Medienecho gibt es sonst wohl nur bei der deutschen Nationalmannschaft!

Gut, nun kann man sagen, dass die PR eher negativ ist und der Marke Google schadet. Aber wenn man das Bild etwas genauer betrachtet, ist das nur teilweise richtig. Die “Internet-Versteher”, also die Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist oder sich täglich damit beschäftigt und seine Meinung nicht durch die Bild formen lässt, halten die ganze Street View-Diskussion für Bullshit. Ja klar sollten Personen und KFZ Kennzeichen verpixelt werden, so dass nicht in das Persönlichkeitsrecht eingegriffen wird (das macht Google ja auch). Aber was so schlimm daran sein soll, dass man eine Hausfassade im Internet sieht, die man sonst auch im realen Leben sehen kann, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Das ganze Google-Bashing schiebt die Generation Internet eher in Richtung Google. Dann gibt es die Fraktion der Google-Hasser, die sicht bestätigt fühlen und deren Meinung man eh nur durch eine Auflösung von Google ändern kann. Zum Schluss gibt es die Fraktion der Google-Street View-finde-ich-gefährlich-weil-ich-es-nicht-verstehe-Leute. Anscheinend wollen ca. 50% der Deutschen ihre Häuser verpixeln lassen, eine relativ große Zielgruppe. Mal abgesehen davon, dass im Endeffekt wohl eher nur 1% es wirklich macht (der Mensch ist ja eher faul, sonst würden die Leute ja auch ihren Stromlieferanten wechseln und bares Geld sparen), gibt es in dieser 50% Gruppe zwei Subgruppen. Diejenigen, die kein Internet nutzen (und es wohl auch nie nutzen werden) und somit eh egal ist, was sie über Google denken. Und diejenigen, die sich bisher wenig mit dem Internet auseinandergesetzt haben und froh sind, wenn sie ihre E-Mails ohne Probleme abrufen können. Genau diese letzte Gruppe gilt es nun zu überzeugen, dass Google Street View doch gut ist. Und ich glaube, das wird bei dieser Zielgruppe für die Mehrheit klappen, denn sie werden es zumindest einmal nutzen (bei der Beantragung zur Verpixelung) oder durch Positiv-Beispiele wie das Video von Obertraufen verstehen lernen, was für ein positives Potenzial in Street View steckt. Wenn man jetzt also die 50% nimmt, die Street View nutzen wollen und von den anderen 50% ungefähr die Hälfte umstimmen kann, liegt man bei 75% positiver Markenwahrnehmung. Gibt es wirklich eine Marke, die mehr schafft (außer Günther Jauch mit 84%)?

Aus meiner Sicht liegt in der Street View-Debatte für Google ein genauso großes Potenzial wie der Elch-Test damals für die A-Klasse. Mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation seitens Google kann man ein potenzielles PR-Debakel zu einem Riesenerfolg ummünzen. Und dabei wünsche ich Stefan Keuchel und der gesamten Google-Crew viel Erfolg.

Why Google should buy Skype

After reading an article on Why Apple should buy Skype on VentureBeat and on the Skype IPO filing on Techcrunch I am actually wondering why Google isn’t looking into Skype. I know there have been many rumours over the years but here are some of my thoughts on why I think it could be a perfect match:

1. The smartphone market. With Android catching up to Apple an integrated Skype functionality with free calls thanks to unlimited data plans would just be a killer feature. I know the telcos wouldn’t like it as selling minutes still is a cash machine for them. But with the flatrate data packages, a Google built phone and many telco players being no. 3 or 4 in the market they would actually be able to create something like Apple did with exclusively selling its iPhone through one telco operator. Just imagine one telco operator saying: Take the Google Skypophone, get the unlimited data package for $40 per month and have free calls to all your Skype friends. And now add video conferencing to that. Sweet deal.

2. The user base. Access to 560 million users (thereof 124 million active users) is not too bad even if some might already be Google product users. If you combine Skype and Gmail you end up with something similar to Google Wave. As innovative as Google Wave was one of the main reasons for failure is probably that people just didn’t get it. But: People are used to email and know how to handle Skype so it would be a rather easy transformation compared to signing up to a supposedly totally different service.

3. The billing relationship. Although Skype currently “only” has 8.1 million paying users having a billing relationship is crucial to easily tapping into the user’s wallet. As Techcrunch mentioned recently gaming and music only make serious money if you have a billing relationship. Combining Skype’s payment system with Google Checkout would make it a truely worldwide system. You could even think of buying minutes for your cell (see 1.) for non-Skype calls and establishing a revenue share with the telco operator.

4. Realtime status updates. Skype has a huge installed software base. It’s not like Google Buzz where you actually need the website to be opened in your browser. Skype is running in the background on 124 million machines every month. One click and you could give a public status update. The most recent number of Twitter users I found was about 100 million compared to 560 million (or ‘just’ 124 million active) Skype users. Nice way to catch up to Twitter!

5. Social network. With Google Me around the corner catching more information about the social graph over a user via his Skype profile and contact list won’t hurt. 560 million users sounds similar to the current number of Facebook users. Coincidence?

Just one last thought: Could the IPO filing be a way to extract the maximum price from Google? It’s offering just a fraction of all shares so just imagine what will happen once Google announces that it is going to buy Skype. I believe they’d have to offer a premium of up to 50% over the last share price. Nice play, guys!

What do you think? Share your thoughts in the comments.

Image credits: Copyright Google, Skype.