When does FinTech disrupt housing expenditures?

I just read an article on Techcrunch about a start-up who wants to make you able to sell a fractional ownership of your home.

That got me thinking. About two thirds of our income is spent on housing, transportation and food:

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Looking at transportation, we have quite some disruption in the making. Be it Uber which aims to become the marketplace between transportation demand and offerings. Be it Tesla, Google (and rumored Apple) which are working on driverless cars, essentially questioning on why we should own a car at all (after all, we need the car on average less than 4% of the day). With roughly a fifth of the average consumer’s paycheck going towards transportation IMHO consumers are ready to change their behavior if they can cut costs significantly.

Looking at food, we can also see quite some changes. Be it Amazon Fresh, taking the idea of Walmart (large supermarkets = less costs = lower prices = more consumers) to the next level, essentially cutting out the entire supermarket and delivering right from the warehouse to the consumer. Be it all delivery services, making any restaurant available at your fingertip.

But the largest chunk of our income is spent on housing – a staggering one third of our paycheck goes to housing on average. And nothing has really changed – you either pay a monthly rent or get a mortgage and buy a house. This is the largest monthly cash-out for any consumer and NOTHING has changed. OK, you might think of Nest as helping you cut utility cost but that is tiny compared to the huge potential. This is an industry ready for disruption as even small relative changes mean massive absolut savings for the average consumer.

Macher braucht die Welt!

Ich bin gerade über eine Wunschliste-Webseite eines Freundes gestoßen und muss sagen: Weiter so! Ich hatte die Idee schon lange aber einfach keine Zeit (oder Lust?), sie umzusetzen. Jetzt könnte ich sagen: Der hat meine Idee geklaut, der Schuft! Aber seien wir mal ehrlich: Die beste Idee bringt nichts, wenn man sie nicht auch umsetzt. Aus meiner Sicht ist die Idee 5%, die Umsetzung aber 95% der Arbeit.

Ich kann das ganze Copycat-Geheule nicht mehr hören: Heult nicht, macht selber! Oh, ihr schafft es nicht, weil [Platzhalter für einen irgendeinen ein Grund] habt? Tja, anscheinend schaffen es andere schneller oder besser. Execution is King! Und wer richtig erfolgreich sein will, adaptiert die Ursprungsidee mit neuen kleinen innovativen Schritten. Microsoft, Facebook, Apple, Google, alles vorher schon dagewesen, aber halt etwas anders. Anschauen, verstehen, inspirieren lassen, umsetzen, adaptieren, ausprobieren, weiter adaptieren – das ist die Devise.

Ich höre es schon: das ist aber nicht gerecht! Tja, liebe Leute, ich habe noch nicht davon gehört, das Star Trek ein Stück vom Tablet-Kuchen abhaben will. Die Idee war ja schon mal da, nur leider fehlte es damals an der Execution (vielleicht war der Markt noch nicht reif, vielleicht war es technisch zu schwierig umsetzbar, vielleicht zu teuer…). Um es vielleicht noch etwas deutlicher darzustellen: Keiner wird Anspruch darauf erheben, wenn eines Tages der Warp-Reaktor gebaut wird, dass die Idee ja schon früher da war. Keiner wird Anspruch darauf erheben, wenn eines Tages das Beamen funktioniert, dass die Idee ja schon früher da war. Das sind natürlich extreme Fälle, aber seien wir mal ganz ehrlich: Wenn dem so wäre, wären wir alle im Science Fiction-Geschäft.

Oh, noch eine kleine Sache: Ich habe ein Patent auf’s Atmen angemeldet. Ist ein riesiger Markt (Zielgruppe von ca. 7 Mrd. Personen, stark wachsend), braucht jeder. Ich werde Atmen demnächst in Paketen verkaufen, 1000x Atmen für 1.99 Euro. Oder per Flat-Rate im monatlichen Abo. Bin mir noch nicht so sicher. Vielleicht auch in verschiedenen Ausführungen: Flach atmen, tief einatmen, hechel-atmen usw.

Andreas

Dekokaufhaus – das nenne ich Kundenservice

Ich habe vor kurzem bei Amazon nach ein paar Weingläsern gesucht. Dank dem Marktplatz gab es auch einen externen Anbieter namens Dekokaufhaus, bei dem man die Gläser bestellen konnte. Leider war ich mir bei der Lieferzeit nicht ganz sicher, deshalb bin ich bei Dekokaufhaus auf die Seite gegangen und habe dann die angegebene Nummer angerufen.

Prompt landete ich auf einem Anrufbeantworter. “Oh, nicht schon wieder so ein Anbieter, der das nebenberuflich macht und deshalb den AB einschaltet” … dachte ich und legte auf. 5 Minuten später bekam ich einen Anruf vom Dekokaufhaus, ich hätte angerufen und ob sie mir weiterhelfen könnten. Ups, da war ich aber positiv überrascht und fragte direkt nach der Verfügbarkeit, da ich die Gläser für ein Geburtstagsgeschenk brauchte. Ja, diese Serie hätte man auf Lager und ich sollte doch einfach online bestellen. Gesagt, getan. Ein paar Tage später wiederum ein Anruf von Dekokaufhaus, sie hätten einen Kundenauftrag für Weingläser reinbekommen, allerdings für die geeichte Version der Weingläser. Ob das denn mein Auftrag und auch richtig wäre? Ja, meinte ich. Die regulären Gläser wären vorrätig (deshalb auch die Aussage beim letzten Telefonat), allerdings würden die geeichten Gläser nur sehr selten für die Gastronomie bestellt und deshalb nicht auf Lager. Oh, da geht mein Geburtstagsgeschenk, dachte ich mir. Aber erneut wurde ich positiv überrascht: Wir kriegen das bis zum Geburtstag schon irgendwie hin, er kenne noch eine Quelle, wo er eventuell schnell noch ein paar Gläser besorgen könnte. Wow, das nenne ich mal “für den Kunden ins Zeug legen”. Und ja, die Gläser kamen am Abend vor der Geburtstagsfeier. Vielen Dank, Dekokaufhaus!

Noch eine kleiner Tipp meinerseits: Ich würde die AB-Ansage ändern, das wirkte auf mich zuerst nicht professionell (wobei Euer Kundenservice ja das genaue Gegenteil bewiesen hat!). Ich würde eine freundliche Frauenstimme nehmen, die einen Text sagt wie z.B. “Willkommen beim Dekokaufhaus. Leider sind unsere Leitungen gerade alle belegt. Wir möchten nicht, dass Sie minutenlang in einer nervenden Warteschleife hängen, deshalb hinterlassen Sie uns doch bitte ihre Rufnummer und wir rufen Sie umgehend und natürlich kostenlos zurück. Vielen Dank!”

Bild: Copyright Dekokaufhaus.de

YouTube Pay-per-View deal: Enforcing the billing relationship

Just finished reading an arictlce on Venturebeat about YouTube’s plans to start selling pay-per-view videos. The obvious benefit is that finally Google can start catching up to Apple’s iTunes and its revenue-generating media sales business.

As I have said before here and here I personally think it that the recent moves are part of a larger strategy: Getting the end customer billing relationship. Once you have this relationship set up you can sell anything (be it movies, games, flights, voice minutes or just the plain old Google Adwords) to the customer – with just 1 click away. Now, that’s what counts.

Telcos are probably eyeing Google’s recent moves closely. Once Google has a billing relationship in place their bargaining power will be greatly diminished. Suddenly their only asset is the network; not the network and the end customer relationship. But you can buy into any network as many successfull MVNOs have shown in the past. Let me make room for some wild speculation: Could we see the return of the Google phone? I’d say yes but in a different way. Google could partner up with mobile handset companies such as HTC, Motorola or Samsung, offering a cell phone at a huge discount to the end customer. Why? Preinstalled Android, Google seach and a media (movies, music, games) platform linked to Google’s own store. And maybe even including Google Voice and buying minutes for your phone? They’ll get their money back in no time. And while they pocket the customer’s money they’ll even learn about the customer’s habits and preferences. Smart move.

Logo: Copyright YouTube/Google.

Worum es bei Google Voice wirklich geht

Nach dem Start von Gmail Voice und schon über einer Millionen Anrufe in den ersten 24 Stunden kann man wohl von einer erfolgreichen Markteinführung sprechen. Klar ist das ein direkter Angriff auf Skype und den geplanten Börsengang (und schwupp-di-wupp waren wohl 20% Marktkapitalisierung weg, die es aber zum Glück noch nicht gab). Und klar ist es ein zusätzlicher Service, der die Nutzer an Gmail und Google bindet. Alles richtig, ABER:

Aus meiner Sicht geht es hier vor allem um den Aufbau einer Billing Relationship mit dem Endkunden. Jeder Nutzer akzeptiert, dass er für Gespräche ins Festnetz oder Mobilnetz Geld zahlen muss, das ist dank Skype und anderen gelerntes Verhalten. Wer Gmail Voice jetzt in vollem Umfang nutzen möchte, wird seine Kontoverbindung/Kreditkarte o.ä. für die Rechnung offenlegen. Damit zieht Google als einer der wenigen großen Internetplayer endlich nach, neben dem Cash-Cow AdWords-Geschäft ein starkes zweites Standbein aufzubauen. Google Checkout war der erste (nicht so erfolgreiche) Schritt, demnächst kommen auch Google Spiele (wahrscheinlich mit kostenpflichtigen InGame-Sales) usw. Apple hat es nicht zuletzt durch die für den Nutzer einfache Möglichkeit, Medien in 1 Schritt (Passworteingabe) über iTunes zu kaufen, zu einem dominanten Player in diesem Bereich gebracht. Genau das wird Google auch tun. Apple, zieh Dich warm an!

Und ganz nebenbei könnte Google es auch schaffen, über den Gmail mobile Client kostenlose Mobilfunkgespräche anzubieten. Plötzlich ist Skype für Google nicht mehr ganz so attraktiv, wie ich vor ein paar Tagen gedacht hatte. Hut ab, Google!

Logo: Copyright Google.

Die beste PR Kampagne 2010: Google Street View

Momentan beherrscht die ganze Hysterie um Google Street View die deutschen Nachrichten. Man könnte sagen, dass die Marke Google dabei Schaden nimmt. Abgesehen davon, dass sich keiner beschwert, wenn:
– der eigene Name, Telefonnummer und Adresse automatisch im Internet veröffentlicht wird (hallo, Telcos und Telefonbuch-Verlage!)
– die neue Anschrift an Adress-Händler verhökert wird (hallo, Deutsche Post und Weitersendeauftrag)
– die Ummeldung einsehbar ist (hallo, GEZ)
– bei fast jedem Gewinnspiel die Adresse kommerziell ausgebeutet wird (hallo, Planet49!)
ist alles beim alten. Zwar kann man diesen Veröffentlichungen widersprechen (durch ein entsprechendes Kreuzchen), aber das ist ja etwas ganz anderes als bei Google zu widersprechen. Auch die Videoaufzeichnung der eigenen Person (z.B. im Personennahverkehr, im Geschäft, auf öffentlichen Plätzen, am Geldautomaten, an der Tankstelle) dient ja der Sicherheit, deshalb ist das auch etwas anderes. Rational betrachtet hat man sein persönliches Profil noch längst nicht der Öffentlichkeit preisgegeben – denn es fehlt neben Adresse, Telefonnummer, Vorlieben etc. noch das eigene Haus (außer man wohnt in Schleswig-Holstein). Der Deutsche an sich (Achtung: Verallgemeinerungalarm) pflegt ja auch nicht seinen Vorgarten oder seine Fassade, um dies stolz seinen Nachbarn oder Passanten zu präsentieren, sondern macht das nur für sich selbst. Am liebsten würde er natürlich sein Haus, seine Wohnung und seinen Garten mit schwarzem Tuch verhüllen, damit ja keiner etwas wegguckt. Christo, wir brauchen Dich für die Verhüllung der Republik! Auch Magazine wie Schöner Wohnen sind ja eigentlich Skandalblättchen, die unverhüllt das Eigentum anderer zeigen. Sozusagen das Pornoheftchen für die Fremder-Leute-Eigentum-Spanner. Gehört verboten, genauso wie Postkartenmotive mit Häusern drauf. Aber wenn man mal über die ganze Hysterie hinwegschaut wird doch eines klar:

Google hat es geschafft (ob gewollt oder nicht), innerhalb kürzester Zeit in aller Leute Munde zu sein. Die Bekanntheit von Street View dürfte in keinem anderen Land so hoch sein wie in Deutschland. Selbst der Rentner aus Düsseldorf weiss, dass man bei Google Street View bald sein Haus sehen kann. Jeder Politiker, der etwas auf sich hält, hat eine (meist populistisch ignorant negative) Meinung über Street View. Alle großen Nachrichtenblätter, Portale und selbst der heilige Gral der deutschen News-Szene – die Tagesschau – berichten darüber. Wow, so ein Medienecho gibt es sonst wohl nur bei der deutschen Nationalmannschaft!

Gut, nun kann man sagen, dass die PR eher negativ ist und der Marke Google schadet. Aber wenn man das Bild etwas genauer betrachtet, ist das nur teilweise richtig. Die “Internet-Versteher”, also die Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist oder sich täglich damit beschäftigt und seine Meinung nicht durch die Bild formen lässt, halten die ganze Street View-Diskussion für Bullshit. Ja klar sollten Personen und KFZ Kennzeichen verpixelt werden, so dass nicht in das Persönlichkeitsrecht eingegriffen wird (das macht Google ja auch). Aber was so schlimm daran sein soll, dass man eine Hausfassade im Internet sieht, die man sonst auch im realen Leben sehen kann, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Das ganze Google-Bashing schiebt die Generation Internet eher in Richtung Google. Dann gibt es die Fraktion der Google-Hasser, die sicht bestätigt fühlen und deren Meinung man eh nur durch eine Auflösung von Google ändern kann. Zum Schluss gibt es die Fraktion der Google-Street View-finde-ich-gefährlich-weil-ich-es-nicht-verstehe-Leute. Anscheinend wollen ca. 50% der Deutschen ihre Häuser verpixeln lassen, eine relativ große Zielgruppe. Mal abgesehen davon, dass im Endeffekt wohl eher nur 1% es wirklich macht (der Mensch ist ja eher faul, sonst würden die Leute ja auch ihren Stromlieferanten wechseln und bares Geld sparen), gibt es in dieser 50% Gruppe zwei Subgruppen. Diejenigen, die kein Internet nutzen (und es wohl auch nie nutzen werden) und somit eh egal ist, was sie über Google denken. Und diejenigen, die sich bisher wenig mit dem Internet auseinandergesetzt haben und froh sind, wenn sie ihre E-Mails ohne Probleme abrufen können. Genau diese letzte Gruppe gilt es nun zu überzeugen, dass Google Street View doch gut ist. Und ich glaube, das wird bei dieser Zielgruppe für die Mehrheit klappen, denn sie werden es zumindest einmal nutzen (bei der Beantragung zur Verpixelung) oder durch Positiv-Beispiele wie das Video von Obertraufen verstehen lernen, was für ein positives Potenzial in Street View steckt. Wenn man jetzt also die 50% nimmt, die Street View nutzen wollen und von den anderen 50% ungefähr die Hälfte umstimmen kann, liegt man bei 75% positiver Markenwahrnehmung. Gibt es wirklich eine Marke, die mehr schafft (außer Günther Jauch mit 84%)?

Aus meiner Sicht liegt in der Street View-Debatte für Google ein genauso großes Potenzial wie der Elch-Test damals für die A-Klasse. Mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation seitens Google kann man ein potenzielles PR-Debakel zu einem Riesenerfolg ummünzen. Und dabei wünsche ich Stefan Keuchel und der gesamten Google-Crew viel Erfolg.