Online Marketing Basics: Free Resources


I have put together a short overview of what I consider good free resources to jumpstart your online marketing expertise. You don’t need any prior knowledge of online marketing. This is not a complete list and leaves out several important parts of online marketing – so FEEL FREE TO SHARE YOUR RESOURCES IN THE COMMENTS.

A guide to online marketing:
http://www.seomoz.org/blog/the-noob-guide-to-online-marketing-with-giant-infographic-11928
This guide covers all aspects of online marketing including a 6 month plan of how to do it

Online Advertising on the Internet:
http://revenuemax.de/vermarktung/
A good introduction into how online advertising works. Only in German.

Search Engine Optimization (SEO): How to get into Google’s organic search results:
http://www.seomoz.org/beginners-guide-to-seo
Great overview by Seomoz, a company selling SEO tools. Also have a great blog with regular, easy to understand updates.

Affiliate Marketing: Performance-based marketing through online sales partners (affiliates):
http://www.projecter.de/affiliate-ebook.html
A thorough guide about affiliates and merchants – how it works, what to expect etc. >200 pages in German.

Twitter for business – a beginner’s guide:
http://blog.bab.la/2011/07/07/twitter-business-guide-communication-and-marketing/
Based on our experiences at bab.la we have put together an easy step-by-step guide for people who have only heard about Twitter before.

Social Media Monitoring – what people say about your company/product on the web:
http://blog.bab.la/2011/04/11/social-media-monitoring-at-zero-costs/
It’s not only important to shout our your marketing message but also to listen to the users on the web. This guide helps you set up a free (but not 100% perfect) way of monitoring what people say about you.

Do you know any more cool free resources? Share them in the comments.

Best,

Andreas

Image credit: Noob.

Dekokaufhaus – das nenne ich Kundenservice

Ich habe vor kurzem bei Amazon nach ein paar Weingläsern gesucht. Dank dem Marktplatz gab es auch einen externen Anbieter namens Dekokaufhaus, bei dem man die Gläser bestellen konnte. Leider war ich mir bei der Lieferzeit nicht ganz sicher, deshalb bin ich bei Dekokaufhaus auf die Seite gegangen und habe dann die angegebene Nummer angerufen.

Prompt landete ich auf einem Anrufbeantworter. “Oh, nicht schon wieder so ein Anbieter, der das nebenberuflich macht und deshalb den AB einschaltet” … dachte ich und legte auf. 5 Minuten später bekam ich einen Anruf vom Dekokaufhaus, ich hätte angerufen und ob sie mir weiterhelfen könnten. Ups, da war ich aber positiv überrascht und fragte direkt nach der Verfügbarkeit, da ich die Gläser für ein Geburtstagsgeschenk brauchte. Ja, diese Serie hätte man auf Lager und ich sollte doch einfach online bestellen. Gesagt, getan. Ein paar Tage später wiederum ein Anruf von Dekokaufhaus, sie hätten einen Kundenauftrag für Weingläser reinbekommen, allerdings für die geeichte Version der Weingläser. Ob das denn mein Auftrag und auch richtig wäre? Ja, meinte ich. Die regulären Gläser wären vorrätig (deshalb auch die Aussage beim letzten Telefonat), allerdings würden die geeichten Gläser nur sehr selten für die Gastronomie bestellt und deshalb nicht auf Lager. Oh, da geht mein Geburtstagsgeschenk, dachte ich mir. Aber erneut wurde ich positiv überrascht: Wir kriegen das bis zum Geburtstag schon irgendwie hin, er kenne noch eine Quelle, wo er eventuell schnell noch ein paar Gläser besorgen könnte. Wow, das nenne ich mal “für den Kunden ins Zeug legen”. Und ja, die Gläser kamen am Abend vor der Geburtstagsfeier. Vielen Dank, Dekokaufhaus!

Noch eine kleiner Tipp meinerseits: Ich würde die AB-Ansage ändern, das wirkte auf mich zuerst nicht professionell (wobei Euer Kundenservice ja das genaue Gegenteil bewiesen hat!). Ich würde eine freundliche Frauenstimme nehmen, die einen Text sagt wie z.B. “Willkommen beim Dekokaufhaus. Leider sind unsere Leitungen gerade alle belegt. Wir möchten nicht, dass Sie minutenlang in einer nervenden Warteschleife hängen, deshalb hinterlassen Sie uns doch bitte ihre Rufnummer und wir rufen Sie umgehend und natürlich kostenlos zurück. Vielen Dank!”

Bild: Copyright Dekokaufhaus.de

18 Mio. Euro oder lieber 1,2 Mio. Fans?

Durch Deutschland spukt ja gerade die Facebook-Comic-Profilfoto-Welle. Manche finden das witzig, andere eher nicht. Egal, das ist gar nicht das Thema, auf das ich hinaus wollte. Ich wollte nämlich etwas wesentlich Banaleres loswerden, nämlich einen kleinen Hinweis zum Urheberrecht. Diese Fotos sind alle urheberrechtlich geschützt, insofern ist das wohl etwas bedenklich, wenn man sein Profilfoto austauscht. Jetzt könnte man natürlich sagen, das schadet ja keinem. Tut es wahrscheinlich auch nicht, sondern ist ja nur ein Ausdruck davon, welchen Comic man in seiner Kindheit klasse fand. Eine Fan-Bekundung sozusagen. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Und wenn der Comic-Verlag gerade schlecht gelaunt ist, könnte er einfach schön munter drauflos abmahnen. Und da ich ein zahlengetriebener Mensch bin, habe ich jetzt einfach mal berechnet, wie viel das kosten würde:

18.000.000 Euro

Wie komme ich auf die Zahl? Ganz einfach, mit ein paar Annahmen:
1. Das Phänomen scheint auf Deutschland fokussiert zu sein. Es gibt in Deutschland derzeit ca. 12 Mio. Facebook-Nutzer.
2. In meinem Freundeskreis haben derzeit ca. 10% der Nutzer ein Comic-Profilfoto.
3. Vor kurzem hat ein Gericht geurteilt, dass ein Filesharer 15 Euro pro Song “Lizenzgebühren” hätte zahlen müssen. Der Vergleich hinkt etwas, da ein Song nicht ganz einem Foto entspricht, allerdings sind die sonst üblicherweise geforderten 300 Euro pro Song wohl zu hoch gegriffen. Alternativ könnte man wohl auch Seiten wie iStockPhoto zum Vergleich heranziehen, dort gibt es ja Fotos bereits ab 1 € pro Stück – allerdings ist der Bekanntheitsgrad der Comic-Figur dabei nicht berücksichtigt.
======== (Summenstrich :-)
18.000.00 Euro (12 Mio. * 10% * 15 Euro).

Kein schlechtes Geschäft für die Comic-Verlage. Allerdings wohl zu kleinteilig, da der geringe Betrag von 15 Euro pro Nutzer wahrscheinlich den Aufwand nicht lohnt. Mein Vorschlag an die Comic-Verlage: Nutzt diese einmalige Chance, eine Facebook Fan Page für den Comic aufzubauen und die Leute statt einer Abmahnung zur Fanpage einzuladen. Da sich die Profilfotos (soweit ich weiß) auch nicht löschen lassen, kann man ja alles schön nachvollziehen. Los geht’s, liebe Comicverlage!

Logo: Copyright Facebook

GRZ, T.C.M., HGV, IGZ, Allgemeine Gewerbeverwaltung – Abzocke

Was haben oben genannte Firmen gemeinsam? Sie schicken Dir nach einer Eintragung ins Handelsregister eine Zahlungsaufforderung, die einer offiziellen Zahlungsaufforderung des Amtsgerichts sehr ähnlich sieht. Ähnlich zu Spam-Mails gibt es leider genügend Leute, die darauf reinfallen und Summen von mehreren hundert Euro überweisen.

Gut, dann drehen wir den Spieß mal um. Es gibt ja doch einige Leute, die sich im Internet schlau machen, bevor sie so viel Geld überweisen. Die Seite verbraucherabzocke.info listet viele Abzocker auf und ist wohl deshalb regelmäßig unter Hacker-Beschuss. Sollen sie doch kommen, mein WordPress-Blog hält stand! Und um Euch, liebe Abzocker, zumindest Internet-technisch an den Pranger zu stellen, hier eine genaue Auflistung inklusive Bilder und allem, was dazu gehört, um zu den relevanten Suchanfragen möglichst weit oben zu landen:

GRZ Gewerbe Register Zentrale Hamburg / VFG
Die GRZ firmiert unter VfG oder VFG und hat den Sitz in Berlin. Laut Verbraucherabzocke.info ist Manfred Schell aus Frankfurt am Main Geschäftsführer. Hr. Schell schafft es, durch den Zusatz Hamburg im Namen den gesamten Brief offizieller klingen zu lassen, außerdem findet man so keine negativen Berichte über ihn. Schlau gemacht.
GRZ Gewerbe Register Zentrale Hamburg VFG


HGV Handels & Gewerberegister

Die HGV tritt durch ihren neutralen Namen “Handels & Gewerberegister” sehr seriös auf, auch eine kurze Google-Suche hilft nicht direkt weiter. HGV liefert keine auffälligen Ergebnisse, Handels & Gewerberegister ist zu allgemein. Gut gemacht, erst die komplette Eingabe der Adresse zeigt das wahre Gesicht.
Handels Gewerberegister HGV


IGZ Industrie und Gewerberegister-Zentrale

Namen finde ich persönlich nicht ganz so gelungen, denn er ist zu spezifisch. So findet man auch schnell alle Abzockinfos zu Herrn Jerzy Lewandowski aus Hamm. Tja, Hausaufgaben nicht gemacht.
Industrie Gewerberegister Zentrale IGZ


Allgemeine Gewerbeverwaltung

Auch wenn ich “nur” eine halbe Zahlungsaufforderung erhalten habe (irgendwie fehlte eine Ecke), ist der Name ganz gut – da sehr allgemein – gewählt. Dumm nur, dass dieser Abzock-Anbieter mit einem Webauftritt arbeitet, wo die Eintragungen angeblich veröffentlicht werden sollen. Da findet man sehr schnell heraus, dass die Domain auf Dirk Meier aus Berlin angemeldet ist. Wobei Herr Meier bevorzugt, seinen Namen im Impressum lieber nicht anzugeben (hat jemand Lust, abzumahnen?). Trotz exaktem Word Match schafft es Herr Meier nicht, auf Platz 1 bei Google zu landen, ein Abzockhinweis ist auf Platz 1. Gut so.
Allgemeine Gewerbeverwaltung
Allgemeine Gewerbeverwaltung Impressum

T.C.M. Service für tech. Cons. Datenbank für Gewerbeveröffentlichungen / GV Werbeagentur UG
Mein absoluter Liebling. Kam erst ein paar Tage später ins Haus geflattert, da wäre es wohl auch dem dümmsten aufgefallen, dass man die Eintragung ins Handelsregister nicht 5x zahlen muss. Aber ganz dreist sich T.C.M. zu nennen und nur im Fließtext den Namen GV Werbeagentur UG zu erwähnen ist schon wagemutig. Da Tchibo mit seiner Hausmarke T.C.M. natürlich die Suchmaschinenergebnisse dominiert, ist hier nichts zu befürchten. Ich weiß allerdings nicht , ob Tchibo das so gefällt, wenn jemand in ihrem Namen Abzocke betreibt (mal schauen, was Tchibo zu meiner Email sagt). Herr Guiseppe Marangiolo aus Germersheim, da fehlt übrigens der Hinweis “haftungsbeschränkt” hinter dem UG, falls es die UG überhaupt gibt (nochmal abmannen, jemand?).
TCM Service GV Werbeagentur UG

Und weil es gerade so schlechtes Wetter draußen ist, habe ich auch die Banken der Abzocker informiert. Mal schauen, was die zu den Methoden ihrer Kunden sagen.

Was könnt Ihr tun? Weitersagen, retweeten, Link auf diesen Artikel oder verbraucherabzocke.info setzen oder Euren eigenen Artikel schreiben. Los geht’s!

YouTube Pay-per-View deal: Enforcing the billing relationship

Just finished reading an arictlce on Venturebeat about YouTube’s plans to start selling pay-per-view videos. The obvious benefit is that finally Google can start catching up to Apple’s iTunes and its revenue-generating media sales business.

As I have said before here and here I personally think it that the recent moves are part of a larger strategy: Getting the end customer billing relationship. Once you have this relationship set up you can sell anything (be it movies, games, flights, voice minutes or just the plain old Google Adwords) to the customer – with just 1 click away. Now, that’s what counts.

Telcos are probably eyeing Google’s recent moves closely. Once Google has a billing relationship in place their bargaining power will be greatly diminished. Suddenly their only asset is the network; not the network and the end customer relationship. But you can buy into any network as many successfull MVNOs have shown in the past. Let me make room for some wild speculation: Could we see the return of the Google phone? I’d say yes but in a different way. Google could partner up with mobile handset companies such as HTC, Motorola or Samsung, offering a cell phone at a huge discount to the end customer. Why? Preinstalled Android, Google seach and a media (movies, music, games) platform linked to Google’s own store. And maybe even including Google Voice and buying minutes for your phone? They’ll get their money back in no time. And while they pocket the customer’s money they’ll even learn about the customer’s habits and preferences. Smart move.

Logo: Copyright YouTube/Google.

Worum es bei Google Voice wirklich geht

Nach dem Start von Gmail Voice und schon über einer Millionen Anrufe in den ersten 24 Stunden kann man wohl von einer erfolgreichen Markteinführung sprechen. Klar ist das ein direkter Angriff auf Skype und den geplanten Börsengang (und schwupp-di-wupp waren wohl 20% Marktkapitalisierung weg, die es aber zum Glück noch nicht gab). Und klar ist es ein zusätzlicher Service, der die Nutzer an Gmail und Google bindet. Alles richtig, ABER:

Aus meiner Sicht geht es hier vor allem um den Aufbau einer Billing Relationship mit dem Endkunden. Jeder Nutzer akzeptiert, dass er für Gespräche ins Festnetz oder Mobilnetz Geld zahlen muss, das ist dank Skype und anderen gelerntes Verhalten. Wer Gmail Voice jetzt in vollem Umfang nutzen möchte, wird seine Kontoverbindung/Kreditkarte o.ä. für die Rechnung offenlegen. Damit zieht Google als einer der wenigen großen Internetplayer endlich nach, neben dem Cash-Cow AdWords-Geschäft ein starkes zweites Standbein aufzubauen. Google Checkout war der erste (nicht so erfolgreiche) Schritt, demnächst kommen auch Google Spiele (wahrscheinlich mit kostenpflichtigen InGame-Sales) usw. Apple hat es nicht zuletzt durch die für den Nutzer einfache Möglichkeit, Medien in 1 Schritt (Passworteingabe) über iTunes zu kaufen, zu einem dominanten Player in diesem Bereich gebracht. Genau das wird Google auch tun. Apple, zieh Dich warm an!

Und ganz nebenbei könnte Google es auch schaffen, über den Gmail mobile Client kostenlose Mobilfunkgespräche anzubieten. Plötzlich ist Skype für Google nicht mehr ganz so attraktiv, wie ich vor ein paar Tagen gedacht hatte. Hut ab, Google!

Logo: Copyright Google.

Die beste PR Kampagne 2010: Google Street View

Momentan beherrscht die ganze Hysterie um Google Street View die deutschen Nachrichten. Man könnte sagen, dass die Marke Google dabei Schaden nimmt. Abgesehen davon, dass sich keiner beschwert, wenn:
– der eigene Name, Telefonnummer und Adresse automatisch im Internet veröffentlicht wird (hallo, Telcos und Telefonbuch-Verlage!)
– die neue Anschrift an Adress-Händler verhökert wird (hallo, Deutsche Post und Weitersendeauftrag)
– die Ummeldung einsehbar ist (hallo, GEZ)
– bei fast jedem Gewinnspiel die Adresse kommerziell ausgebeutet wird (hallo, Planet49!)
ist alles beim alten. Zwar kann man diesen Veröffentlichungen widersprechen (durch ein entsprechendes Kreuzchen), aber das ist ja etwas ganz anderes als bei Google zu widersprechen. Auch die Videoaufzeichnung der eigenen Person (z.B. im Personennahverkehr, im Geschäft, auf öffentlichen Plätzen, am Geldautomaten, an der Tankstelle) dient ja der Sicherheit, deshalb ist das auch etwas anderes. Rational betrachtet hat man sein persönliches Profil noch längst nicht der Öffentlichkeit preisgegeben – denn es fehlt neben Adresse, Telefonnummer, Vorlieben etc. noch das eigene Haus (außer man wohnt in Schleswig-Holstein). Der Deutsche an sich (Achtung: Verallgemeinerungalarm) pflegt ja auch nicht seinen Vorgarten oder seine Fassade, um dies stolz seinen Nachbarn oder Passanten zu präsentieren, sondern macht das nur für sich selbst. Am liebsten würde er natürlich sein Haus, seine Wohnung und seinen Garten mit schwarzem Tuch verhüllen, damit ja keiner etwas wegguckt. Christo, wir brauchen Dich für die Verhüllung der Republik! Auch Magazine wie Schöner Wohnen sind ja eigentlich Skandalblättchen, die unverhüllt das Eigentum anderer zeigen. Sozusagen das Pornoheftchen für die Fremder-Leute-Eigentum-Spanner. Gehört verboten, genauso wie Postkartenmotive mit Häusern drauf. Aber wenn man mal über die ganze Hysterie hinwegschaut wird doch eines klar:

Google hat es geschafft (ob gewollt oder nicht), innerhalb kürzester Zeit in aller Leute Munde zu sein. Die Bekanntheit von Street View dürfte in keinem anderen Land so hoch sein wie in Deutschland. Selbst der Rentner aus Düsseldorf weiss, dass man bei Google Street View bald sein Haus sehen kann. Jeder Politiker, der etwas auf sich hält, hat eine (meist populistisch ignorant negative) Meinung über Street View. Alle großen Nachrichtenblätter, Portale und selbst der heilige Gral der deutschen News-Szene – die Tagesschau – berichten darüber. Wow, so ein Medienecho gibt es sonst wohl nur bei der deutschen Nationalmannschaft!

Gut, nun kann man sagen, dass die PR eher negativ ist und der Marke Google schadet. Aber wenn man das Bild etwas genauer betrachtet, ist das nur teilweise richtig. Die “Internet-Versteher”, also die Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist oder sich täglich damit beschäftigt und seine Meinung nicht durch die Bild formen lässt, halten die ganze Street View-Diskussion für Bullshit. Ja klar sollten Personen und KFZ Kennzeichen verpixelt werden, so dass nicht in das Persönlichkeitsrecht eingegriffen wird (das macht Google ja auch). Aber was so schlimm daran sein soll, dass man eine Hausfassade im Internet sieht, die man sonst auch im realen Leben sehen kann, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Das ganze Google-Bashing schiebt die Generation Internet eher in Richtung Google. Dann gibt es die Fraktion der Google-Hasser, die sicht bestätigt fühlen und deren Meinung man eh nur durch eine Auflösung von Google ändern kann. Zum Schluss gibt es die Fraktion der Google-Street View-finde-ich-gefährlich-weil-ich-es-nicht-verstehe-Leute. Anscheinend wollen ca. 50% der Deutschen ihre Häuser verpixeln lassen, eine relativ große Zielgruppe. Mal abgesehen davon, dass im Endeffekt wohl eher nur 1% es wirklich macht (der Mensch ist ja eher faul, sonst würden die Leute ja auch ihren Stromlieferanten wechseln und bares Geld sparen), gibt es in dieser 50% Gruppe zwei Subgruppen. Diejenigen, die kein Internet nutzen (und es wohl auch nie nutzen werden) und somit eh egal ist, was sie über Google denken. Und diejenigen, die sich bisher wenig mit dem Internet auseinandergesetzt haben und froh sind, wenn sie ihre E-Mails ohne Probleme abrufen können. Genau diese letzte Gruppe gilt es nun zu überzeugen, dass Google Street View doch gut ist. Und ich glaube, das wird bei dieser Zielgruppe für die Mehrheit klappen, denn sie werden es zumindest einmal nutzen (bei der Beantragung zur Verpixelung) oder durch Positiv-Beispiele wie das Video von Obertraufen verstehen lernen, was für ein positives Potenzial in Street View steckt. Wenn man jetzt also die 50% nimmt, die Street View nutzen wollen und von den anderen 50% ungefähr die Hälfte umstimmen kann, liegt man bei 75% positiver Markenwahrnehmung. Gibt es wirklich eine Marke, die mehr schafft (außer Günther Jauch mit 84%)?

Aus meiner Sicht liegt in der Street View-Debatte für Google ein genauso großes Potenzial wie der Elch-Test damals für die A-Klasse. Mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation seitens Google kann man ein potenzielles PR-Debakel zu einem Riesenerfolg ummünzen. Und dabei wünsche ich Stefan Keuchel und der gesamten Google-Crew viel Erfolg.

Why Google should buy Skype

After reading an article on Why Apple should buy Skype on VentureBeat and on the Skype IPO filing on Techcrunch I am actually wondering why Google isn’t looking into Skype. I know there have been many rumours over the years but here are some of my thoughts on why I think it could be a perfect match:

1. The smartphone market. With Android catching up to Apple an integrated Skype functionality with free calls thanks to unlimited data plans would just be a killer feature. I know the telcos wouldn’t like it as selling minutes still is a cash machine for them. But with the flatrate data packages, a Google built phone and many telco players being no. 3 or 4 in the market they would actually be able to create something like Apple did with exclusively selling its iPhone through one telco operator. Just imagine one telco operator saying: Take the Google Skypophone, get the unlimited data package for $40 per month and have free calls to all your Skype friends. And now add video conferencing to that. Sweet deal.

2. The user base. Access to 560 million users (thereof 124 million active users) is not too bad even if some might already be Google product users. If you combine Skype and Gmail you end up with something similar to Google Wave. As innovative as Google Wave was one of the main reasons for failure is probably that people just didn’t get it. But: People are used to email and know how to handle Skype so it would be a rather easy transformation compared to signing up to a supposedly totally different service.

3. The billing relationship. Although Skype currently “only” has 8.1 million paying users having a billing relationship is crucial to easily tapping into the user’s wallet. As Techcrunch mentioned recently gaming and music only make serious money if you have a billing relationship. Combining Skype’s payment system with Google Checkout would make it a truely worldwide system. You could even think of buying minutes for your cell (see 1.) for non-Skype calls and establishing a revenue share with the telco operator.

4. Realtime status updates. Skype has a huge installed software base. It’s not like Google Buzz where you actually need the website to be opened in your browser. Skype is running in the background on 124 million machines every month. One click and you could give a public status update. The most recent number of Twitter users I found was about 100 million compared to 560 million (or ‘just’ 124 million active) Skype users. Nice way to catch up to Twitter!

5. Social network. With Google Me around the corner catching more information about the social graph over a user via his Skype profile and contact list won’t hurt. 560 million users sounds similar to the current number of Facebook users. Coincidence?

Just one last thought: Could the IPO filing be a way to extract the maximum price from Google? It’s offering just a fraction of all shares so just imagine what will happen once Google announces that it is going to buy Skype. I believe they’d have to offer a premium of up to 50% over the last share price. Nice play, guys!

What do you think? Share your thoughts in the comments.

Image credits: Copyright Google, Skype.